Lern-App Knowunity sammelt 10 Mio. Euro Risikokapital für internationale Expansion ein

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Die Macher der Lern-App Knowunity haben zehn Millionen Euro an Risikokapital eingesammelt, um neue Märkte erobern zu können. Das teilte das Unternehmen am 24. Mai 2022 mit. Die Anwendung verfügt nach Angaben von Knowunity bereits über 2,4 Millionen Nutzerinnen und Nutzer und ist damit die am schnellsten wachsende EdTech-App in Europa. Mit mehr als 20.000 Bewertungen sei sie außerdem die beliebteste Lern-App in Deutschlands.

Das Geld an das Startup aus Sindelfingen fließt im Rahmen einer Series-A-Finanzierungsrunde. Geldgeber sind Redalpine aus Zürich und Stride VC aus London. Außerdem investieren auch bestehende Investoren in das Startup. Knowunity ermöglicht Schülerinnen und Schülern nicht nur ihre selbst erstellten Lerninhalte zu teilen oder Inhalte in jedem Thema zu konsumieren, sondern auch einer Lerncommunity beizutreten, anderen Schülerinnen und Schülern zu helfen und sich gegenseitig auszutauschen.

In einem Interview mit der WirtschaftsWoche, erläuterte Firmen-Mitbegründer Benedict Kurz die Motivation der Userinnen und User: „Diejenigen, die ihr Wissen zur Verfügung stellen, tun das aus drei Gründen“, sagte Kurz. „Aus Hilfsbereitschaft, weil sie Lob von den anderen bekommen und somit auch innerhalb der Community eine gewisse Bekanntheit erreichen können und weil sie – je nach Erfolg – für ihre Arbeit eine monetäre Entlohnung vom Start-up selbst bekommen.“

Kurz begann schon als Schüler mit der Entwicklung der App. „Ich war total erstaunt, dass es etwas Ähnliches offenbar noch nicht gab – für alles gibt es eine Social-Media-Plattform, nur für den Bildungsbereich nicht.“ Man könne sich zwar die Lernvideos auf YouTube anschauen oder Zusammenfassungen von Klassikern im Internet ergoogeln, aber eine Plattform, die alles auf einen Schlag bietet, fand Kurz nach eigener Aussage nicht.

Die Gründer von Knowunity: Lucas Hild, Benedict Kurz, Yannik Prigl, Julian Prigl, Gregor Weber (v.l.n.r)
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“Mit Stride und Redalpine haben wir zwei erfahrene Lead-Investoren gefunden, die unsere Vision unterstützen, die globale Plattform für hunderte Millionen Schüler:innen zu bauen und die Art und Weise, wie wir in der Schule lernen, neu zu erfinden”, so der 20-jährige CEO Benedict Kurz. „Wir sind sehr glücklich über das Vertrauen, das uns auch von bestehenden Investoren wie beispielsweise Project A, Verena Pausder und Mario Götze erneut entgegengebracht wurde und freuen uns sowohl über die finanzielle Unterstützung als auch über das operative Know-how, um Knowunity zur weltweit führenden Plattform für und von Schüler:innen zu machen.“

Ziel für die kommenden Monate ist es, die Reichweite der Plattform durch den Start in neue Märkte zu erhöhen. Für den Herbst dieses Jahres sind weitere europäische Länder, wie beispielsweise Italien und Großbritannien, geplant. Mittelfristig steht auch die Expansion in die USA auf dem Plan. 

„Wir sehen, dass Knowunity auch in anderen Ländern genauso stark wie in Deutschland genutzt wird und werden daher in absehbarer Zeit durch unser effizientes Internationalisierungsmodell Millionen von Schüler:innen in vielen weiteren Ländern helfen, um so die erste globale Plattform für Schüler:innen zu erschaffen“, so Kurz.

Photo by JESHOOTS.COM on Unsplash

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