5 wichtige Tipps, wie Sie ein Webinar nachhaltig und spannend gestalten können

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Webinare spannend
Webinare spannend

Die Pandemie hat dem Webinar einen riesigen Popularitätsboom verliehen. E-Learning Kurse, online Schulungen und Webinare sind als wichtige Tools zur Vermittlung von Inhalten nicht mehr wegzudenken. Sie sind modern, günstiger und effektiver als je zuvor und sparen Zeit und Geld, auch in Kombination mit Präsenzseminaren.

Um Webinare interessant zu gestalten, muss ein genaues Ziel definiert werden. Damit Sie das Potenzial Ihrer Teilnehmer voll nutzen können, müssen Sie ihre Erwartungen und Fähigkeiten kennen. Die innovativen Methoden der E-Learning-Didaktik helfen, Teilnehmer zu aktiven Partnern zu machen und so nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Wir haben die wichtigsten Tipps für ein nachhaltiges und erfolgreiches Webinar gesammelt.

Lernen Sie Auftraggeber und Teilnehmer kennen

Um das Webinar optimal vorzubereiten, brauchen Sie eine Strategie. Am besten wird sie in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber entwickelt. Wichtigster erster Schritt: Welche Erwartungen hat der Auftraggeber und was will er mit dem Webinar erreichen?

Detaillierte Information über Teilnehmende sammeln

Damit sie als Trainer ein vollständiges Bild über Teilnehmer des Webinars bekommen, müssen sie wissen, auf welchem Stand sich jeder Teilnehmer befindet und woran im Webinar gearbeitet werden muss.

Mit Tools wie Typeform, Mentimeter oder Umbuzoo erfahren wir mehr über die Teilnehmer.

Mit den modernen Tools können Umfragen je nach Anforderung genau auf die Teilnehmer zugeschnitten werden. Beantwortet werden sie online auf dem Desktop oder auf dem Handy.

Anhand eines solchen Fragebogens können Sie herausfinden, welche Erwartungen Teilnehmer haben und ob sie bereits Erfahrung mit Webinar-Plattformen und E-Learning Tools haben.

Um einen genauen Zeitrahmen für das Webinar zu ermitteln, müssen Zeit für Anleitung und das Ausprobieren der Tools berücksichtigt werden.

Action Mapping

Ein andere Methode, die Bedürfnisse der Unternehmen kennenzulernen, ist Action-Mapping. Bei dem erprobten Konzept der US-Amerikanischen Autorin Cathy Moore stehen die Bedürfnisse der Lernenden und ihre konkreten Tätigkeiten im Berufsalltag im Vordergrund. Es soll genau definiert werden, mit welchem Wissen Lernende am Ende der Veranstaltung nach Hause gehen.

Jede*r Lernende soll aktiv teilnehmen

Bei allen Trainingsveranstaltungen sollte die aktive Teilnahme der Lernenden ganz oben stehen. Damit sich Lernende kreativ beteiligen, müssen sie sich problemlos auf der Videoplattform des Webinars bewegen können.

Da Teilnehmer oft mit unterschiedlichen Vorkenntnissen und verschiedener technischer Ausstattung arbeiten, muss es mehrere Möglichkeiten der Kommunikation geben. Neben Video und Voice kann man auch einen Chat ermöglichen. 

So stellen sie sicher, dass keiner bei interaktiven Aktivitäten eingeschränkt ist und alle teilnehmen können. Egal ob schriftlich oder mündlich, Ziel ist es, alle Teilnehmenden des Webinars intensiv mit einzubeziehen, egal mit welcher technischen Ausstattung sie teilnehmen. 

Bild eines labyrinth

Energizer: Wer ist zuerst am Ziel?

Auf dem Whiteboard: Jede Person zieht eine Linie von Start zum Ziel. Wer schafft es als erstes? Eine gute Übung, um die Arbeit mit dem Whiteboard zu erproben.

Wie ich die Aufmerksamkeit der Teilnehmer fesseln kann

Um ein Webinar interessanter zu gestalten, können zwei Moderatoren eingeplant werden. Der lebendige Wechsel zwischen den Moderatoren bringt mehr Spannung, Abwechslung und hält die Aufmerksamkeit der Teilnehmer hoch.

Am Ende der Veranstaltung können Teilnehmer anonym Feedback hinterlassen und erklären, was Ihnen gefallen hat und was verbessert werden kann.

Sehr beliebt sind auch die Break-Out-Rooms für kleine Gruppen. Hier können sich Teilnehmer separat vom Webinar kennenlernen und kommunizieren. Sie sollten regelmäßiger Bestandteil eines Webinars sein.

Im Break-out-Room können Themen außerhalb des Webinars vertieft werden. Sie helfen auch bei der Entscheidungsfindung und fördern die Gruppendynamik.

Energizer sind kurze interaktive Bildschirmspiele, die Spaß machen sollen.

Die interaktiven Spiele kreieren Erlebnisse in der Gruppe und fördern so das Kennenlernen und die Teilnehmerbindung.

Auch Energizer für die Bewegung kommen gut an: Einfache Yogaübungen mit zur Seite gestreckten Armen und geschlossenen Augen helfen gegen einen verspannten Nacken. Um zwischendrin neue Konzentrationsimpulse zu setzen, eignen sich auch Denksportaufgaben wie Logikpuzzle, Wort- und Bilderrätsel. Diese Aufgaben können auch mit dem Thema kombiniert werden, z. B. Teilnehmer erraten die wichtigsten Begriffe des nächsten Themas.

Beispiele für Energizer

Um sich Namen der Teilnehmer zu merken, kann ein Spiel über Webcam hilfreich sein. Jeder Teilnehmer schaltet seine Webcam ein, sodass alle auf dem Bildschirm erscheinen.

Der Moderator sucht eine Person aus und alle müssen mit dem Finger in die Richtung zeigen, (links, rechts, oben, unten) in der die ausgesuchte Person in der Galerieansicht erscheint.

Nach und nach werden so alle Teilnehmer mit Namen genannt. Das Spiel lockert auf, bringt Teilnehmer zum Lachen und schult das Namensgedächtnis.

Auch Stretching, leichte Yogaübungen oder kurze Meditationsübungen sind am Bildschirm möglich. So wird für Entspannung gesorgt, um danach wieder konzentriert mitmachen zu können.

Während des Webinars können Lernphasen auch mit Wort- und Bilderrätseln zum Thema aufgelockert werden. Wer einige dieser Bildschirmspiele nutzt, kann so ein spannendes, interessantes und abwechslungsreiches Webinar für seine Teilnehmer gestalten.

Welche Tools und E-Learning Tools kann ich nutzen?

Tools wie PDF-Dateien, externe Online-Tools oder weiterführende Links gehören auch mit ins Webseminar. Anstelle eine Whiteboards setzen wir beispielsweise online Tools wie Padlet, Miro oder Klaxxoon ein. Sie funktionieren wie eine digitale Pinnwand. Durch sie lassen sich die Ergebnisse einer Gruppenarbeit leichter darstellen und bearbeiten.

Mit dem Autorenwerkzeug H5P kreieren wir kurze Quizze, die in der Vor- und Nachbereitung von Webinaren sehr praktisch und hilfreich sind.

Bei einer diskutierfreudigen Gruppe kann es passieren, dass Teilnehmer am Ende eines Webinars ein Thema noch vertiefen wollen. Dann kann die Diskussion im Forum auf der Lernplattform Moodle weitergeführt werden.

Häufig genutzte Tools auf einen Blick

Blended online Learning

Unter ‚Blended Learning‘ versteht man die Kombination von Präsenzveranstaltungen mit Webinaren. Es gibt aber mittlerweile auch ‚Blended Online-Learning Konzepte‘, die sehr erfolgversprechend sind. Besonders zu erwähnen ist hier das Konzept „Flipped Classroom“ oder umgedrehter Unterricht.

Das Vermitteln von Information findet mit Videos, kurzen Online-Präsentationen, Quizzen oder Scripts statt. Diese werden von Teilnehmern in einer Selbstlernphase außerhalb des Webinars erledigt.

Fokus des Webinars wird dann, den Lernerfolg zu vertiefen und über das Gelernte zu diskutieren. Das System wird zur Zeit von uns weiter ausgebaut. Wir können schon jetzt absehen, dass es als Trend für die wachsende Bedeutung von Webinaren ein wichtiger Baustein sein wird.

Fazit

Um ein Webinar erfolgreich aufzubauen, ist auch Flexibilität wichtig. Denn je nach Teilnehmergruppe können andere Tools und Strategien passend sein. Als Erstes muss man die Bedürfnisse und Erfahrungen der Teilnehmer Gruppe kennen.

Der Aufbau eines Webinars soll außerdem ein durchgängiges Konzept aufzeigen. Um die Aufmerksamkeit der Gruppe zu fesseln und das Webinar so spannend und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, ist ein interaktives Programm enorm wichtig.

Als E-Learning Professional oder Trainerin stehen Ihnen viele interessante Tools, Lernmethoden und Medien zur Verfügung. Wer sie nutzt, kann auf ein erfolgreiches Webinar zurückblicken, mit nachhaltigen Nutzen für Kunden und Teilnehmer.