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Stefan Ramaker, Learntube

Stefan Ramaker ist Geschäftsführer von Learntube, das die Verknüpfung von Lern- und Content Management bietet.

Was verstehst Du unter Edutainment?

Lernen ist ein Prozess, der beim Lernenden entsteht. E-Learning ist daher ein schwieriger Begriff, da das, was elektronisch angeboten wird, nicht gleichzusetzen ist mit dem Lernen. Jedoch ist es möglich, die elektronischen Mittel einzusetzen, um den Lernprozess zu unterstützen. In der Schule werden von guten LehrerInnen seit jeher plastische und unterhaltsame Beispiel und Sinnsprüche eingesetzt, um auch trockene Materie anschaulich zu gestalten.

Intrinsische Motivation entsteht aus der Person selbst, indem die Motivation zur Interaktion mit dem Lernstoff gefördert wird. Das kann über Avatare oder Lernspiele und Interaktionen erreicht werden. Diese Mittel müssen natürlich auf das Lernthema angepasst werden, aber Ziel muss es sein, zu unterhalten, damit die Motivation und die Aufmerksamkeit aktiviert werden, um den Lernprozess optimal zu fördern. Das verstehen wir unter Edutainment.

Warum verbindet ihr Lern- mit Contentmanagement?

Zum einen stellt sich immer die Frage der Aufbereitung von Inhalten. In einem Learning Content-Management System (LCMS) werden Lernmanagement und Content-Erstellung auf einer Plattform vereint. Natürlich kann die Content-Erstellung auch mit Autorenwerkzeugen erfolgen und über SCORM in (Lernmanagemennt-Systeme) LMS eingebunden werden. Jedoch ergeben sich dabei Probleme der Aktualisierung und der Autorenarbeit im Team. Quelldateien und deren Autoren können verloren gehen oder veraltet sein, was nach einiger Zeit zu Verlust von Arbeit führen kann.

Der Einsatz eines Content Management Systems als Plattform für E-Learning hat aber noch weitere Vorteile. Wir setzen als Basis für LMS3 das TYPO3 System ein. Heute ist es Realität, dass Firmen sich auch durch Corona vermehrt um E-Learning und Digitalisierung der Mitarbeiterinnen und Kunden-Kommunikation kümmern. Neben reinen E-Learning-Anforderungen sollen oft auch andere Aspekte abgedeckt werden. Zu nennen sind hier Intranet und Dokumentenmanagement, aber auch Communitybildung und Bewerbermanagement. Diese Bereiche werden von klassischen LMS Anwendungen nicht berücksichtigt. Mit einem System wie TYPO3 können solche Bereiche entwickelt werden, ohne die Notwendigkeit verschiedene IT Systeme langfristig warten und aktualisieren zu müssen.

Was sind die nächsten Trends im Lern- oder Contentmanagement?

Ich sehe, wie zuvor bereits genannt, den Trend, das Themen der Digitalisierung umfassender angegangen werden. Unternehmen möchten nicht nur MitarbeiterInnen schulen, sondern auch weitere Dienste intern und extern anbieten – z. B. Kunden Kurse bereitstellen, die diese ggf. auch in einem Shop kaufen sollen. Während früher für verschiedene Aufgaben unterschiedliche Systeme eingesetzt wurden, ist die Awareness für die Nachhaltigkeit gestiegen. Investitionen sollen langfristige Lösungen bieten. Der Trend geht dahin, die Digitalisierung strukturierter zu planen und künftige Anforderungen zu antizipieren.

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